Das Eis schmilzt ...

Nach dem immer noch sehr präsenten Eindruck der Großveranstaltung „Vier Jahreszeiten und 1000 Herausforderungen“ im vorigen Jahr mit Prof. Dr. Mojib Latif sowie Abbie McDonagh und arte frizzante im großen Saal der Musik- und Kongresshalle, steht auch für den 24. November 2020 ein neues großes MuK-Klimaprojekt auf dem Plan. Trotz der Corona-Krise – mit noch ungewissem Ausgang – laufen bereits intensive Vorbereitungen für: „Das Eis schmilzt. Klimaschutz und Wirtschaft neu denken“. Dieses Thema entspricht dem Titel eines neuen Buches des Expeditionsleiters Arved Fuchs. Zusammen mit dem für dieses Projekt neu gegründeten „ClassicAlarm Ensemble“ wird es erneut eine Kooperation mit „MuK – Neue Horizonte", „Klima pro Lübeck“ und in diesem Jahr auch mit „Fridays for Future“ geben. Bleibt die Hoffnung, dass die Veranstaltung vor Publikum stattfinden kann.

Arved Fuchs Expeditionen
Arved Fuchs (Foto: Arved Fuchs Expeditionen)

Dazu vorab ein paar Informationen: Seit über 40 Jahren unternimmt Arved Fuchs Expeditionen in die entlegenen Polarregionen unseres Erdballs. Er ist der erste Mensch, der innerhalb eines Jahres sowohl den Nordpol als auch den Südpol zu Fuß erreicht hat. Doch was für ihn ursprünglich das große Abenteuer war, ist längst zu einer Mission geworden. Auf seinen Expeditionen erlebt er die besondere Ästhetik und Schönheit der arktischen Landschaften. Zugleich wird er unmittelbar mit den Auswirkungen des Klimawandels, der Vermüllung der Meere und Landschaften, sowie dem Artensterben konfrontiert. Arved Fuchs nennt die Probleme beim Namen – und macht deutlich, was wir verlieren und was wir ändern müssen. Arved Fuchs wirbt für den Schutz und Erhalt der Natur. Seine These: Eine funktionierende Weltgemeinschaft erfordert eine lebendige Natur.

Das Expeditionsschiff „Dagmar Aaen“ von Arved Fuchs
Das Expeditionsschiff „Dagmar Aaen“ von Arved Fuchs (Foto: Arved Fuchs Expeditionen)

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt (vom 25.04.2020) wurde ihm die folgende Frage zu Corona und zum Klimaschutz gestellt: „Der Klimawandel war in den vergangenen Jahren stets Ihr großes Thema. Befürchten Sie, dass die Gefahren der globalen Erwärmung Politik und Öffentlichkeit angesichts von Corona und billionen-schwerer Hilfspakete kaum noch interessieren?“ … „Ehrlich gesagt, nervt es mich, dass es überall nur noch das Thema Corona gibt. Ja, wir haben ein Problem. Wir haben aber auch andere: Flüchtlinge ertrinken, es gibt Kriege, und wir haben den Klimawandel, der nicht wie Corona nach ein paar Monaten vorüber ist. Ich hoffe und glaube aber, dass das Klima wieder ein Thema wird, sobald Corona nicht mehr alles überlagert. Dann wird auch die Fridays for Future-Bewegung weitergehen. Und eine Lehre sollten wir aus Corona ziehen: Man muss sehr viel Geld in die Hand nehmen, um eine globale Krise zu bewältigen“.

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